Anmeldungsdatum: 22.03.2005
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#1 Titel: dvd rekorder
Billig taugt nichts
DVD-Rekorder im Vergleich
Von Dieter Nürnberger
Was früher der Videorekorder war, ist heute wohl der DVD-Rekorder - ein Gerät, mit dem Filme nicht nur wiedergegeben, sondern auch aufgezeichnet werden können. Durch den Preisverfall auf dem Markt gibt es inzwischen auch günstige Modelle. Die Stiftung Warentest hat DVD-Festplattenrekorder untersucht.
Bei der Auswahl eines DVD-Rekorders mit Festplatte sollte der Verbraucher zunächst die Art des Fernsehempfangs zu Hause berücksichtigen. Denn je nachdem, ob Antenne, Kabel oder Satellit, bieten sich unterschiedliche Geräte an. In jedem DVD-Festplattenrekorder steckt nämlich auch ein Empfänger, Tuner genannt. Die meisten Geräte in dieser Untersuchung sind inzwischen mit einem Doppelempfänger ausgestattet - für den analogen Empfang über Antenne oder Kabel und für digitales terrestrisches Fernsehen. Für Satelliten-Fernsehen wäre daher zusätzlich ein externer Tuner notwendig. Doch auch hier gibt es Fortschritte, sagt Herbert Noll von der Stiftung Warentest.
"Wir hatten auch ein Gerät im Test, welches einen Satellitenreceiver hatte. Man kann dieses Gerät direkt an die Satellitenschüssel anschließen. Dann bekommt der Nutzer seine Programme, die er sonst vom Sat-Receiver bekommen würde, auf diesem Weg."
Allerdings muss der Verbraucher vor allem bei recht günstigen Modellen aufpassen, diese verfügen mitunter nämlich nur über einen Analogtuner. Insgesamt 10 DVD-Festplattenrekorder haben die Warentester untersucht - sie kosten zwischen rund 200 und 650 Euro. Günstige Modelle unter 300 Euro kamen dabei über ein "befriedigend" nicht hinaus.
"Die Bildqualität der Geräte war doch ein gutes Stück schlechter als bei den teureren Modellen. Das ließ sich im Sehtest deutlich nachweisen. Die Ausstattung der billigen Geräte ist zudem etwas magerer. Beispielsweise ist der Überspielkomfort von Festplatte auf DVD nicht so groß. Man muss da auch schon vorher überlegen, welche Qualität man später auf DVD haben möchte. Damit man dies von vornherein einstellen kann."
Zudem fehlte bei zwei günstigen Modellen beispielsweise ein HDMI-Ausgang, den braucht man für die digitale Wiedergabe auf modernen Flachbildschirmen. Auch die Festplattenkapazität ist häufig eine Frage des Preises. Fünf Modelle boten 160 Gigabyte an, der Rest 250 oder sogar 400. Auf 400 Gigabyte passen beispielsweise 90 Stunden Programm in bester Qualität.
"Da kommt es natürlich darauf an, wieviel man an Fernsehprogrammen aufzeichnen will. Sind es nur ein paar Stunden tut es auch eine kleine Festplatte. Wer aber viele Spielfilme auf der Festplatte gleichzeitig zur Verfügung haben möchte, der hat es mit einer größeren - etwa 250 Gigabyte - besser. Aber dies kostet sein Geld."
Wer ein gutes Gerät haben will, muss also etwas mehr ausgeben. Wobei auch die Testsieger längst nicht in allen Details glänzen konnten. Einige haben keinen Videotext, bei anderen fehlt beispielsweise der Anschluss für Digital-Speicherkarten zum Überspielen von Foto- oder Videodateien. Auch deswegen gab es am Ende kein "sehr gut" bewertetes Modell.
"Der Panasonic DMR-EH 775 kostet 590 Euro und ist mit der Gesamtnote von 1,9 wirklich zu empfehlen. Für 150 Euro weniger gibt es den LG RH-T 298H mit der Gesamtnote 2,4. Auch der kann sich sehen lassen."